Unsere Tiere

Selbstverständlich sind uns alle unsere Schützlinge wichtig, vom Kleinsten bis zum Grössten, vom Jüngsten bis zum Ältesten. Pferde, Ponys und Esel, die noch nicht lange bei uns leben oder die noch darauf warten, das Herz einer Patin oder eines Paten zu erobern, möchten wir Ihnen kurz vorstellen:

Lillefot

Aus den Papieren geht hervor, dass Lillefot am 22. Mai 1996 geboren wurde. Trotz seiner Kreuzung mit einem Warmblut sieht Lillefot wirklich wie ein Connemara aus und hat auch die Grösse mit seinen 148 cm. Wir wissen nicht viel über die Jugend dieses weissen Ponys, ausser dass er ein sehr sportlicher Wallach war. Seine Karriere reichte von einfachen regionalen Turnieren bis zu den Europameisterschaften der Vielseitigkeit. Ihre letzten Besitzer kauften dieses grosse, liebevolle Pony im Jahr 2013 für ihre Tochter. Mit Lillefot machte sie ihre Springlizenz und nahm an verschiedenen Spring-, Dressur- und Vielseitigkeitsturnieren teil. Lillefot war ein ideales Reittier, das von der Familie sehr geschätzt und verwöhnt wurde, und die ihm einen wohlverdienten Ruhestand an einem ruhigen Ort gönnen wollte. So zog er am 29. Oktober 2020 in unserem Heim in Jeanbrenin ein.

Lillefot hat sich schnell und gut in die Jeanbrenin-Herde integriert. Er ist von Natur aus ruhig und weiss sich Respekt bei seinen Artgenossen zu verschaffen, wenn es nötig ist.

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Wangor

Wangor wurde 1999 im Entlebuch geboren. Bereits als Jungpferd stach er durch seine Schönheit, vor allem aber auch durch seine grosse Neugierde aus der Menge heraus. Diese Neugierde ist ihm bis heute geblieben. Er muss alles sehr genau prüfen, was ihm vor die Nase kommt. Die ehemaligen Besitzer kauften ihn als Dreijährigen und bildeten ihn als Reitpferd aus. In Dressur- und Springprüfungen konnte er dann schöne Erfolge verzeichnen. Wangor hatte nie grössere gesundheitliche Probleme und ist ein sehr lebensfrohes Pferd. Heute, in Le Roselet, bewegt er sich auffallend gerne und auffallend oft im Galopp auf unseren Weiden.

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Rino

Rino ist ein westfälisches Warmblutpferd. Seine einstige Besitzerin hat ihn im Alter von zehn Jahren in Deutschland gekauft. Rino hat sich bei ihr sehr motiviert und willig gezeigt. Es war für sie viele Jahre lang eine grosse Freude, auf ihm zu reiten.

Zuvor hatte Rino wohl nicht so ein schönes Leben als Sportpferd. Offenbar wurde ihm sehr viel abverlangt, die Narben durch die Sporen sind noch heute zu sehen. Eines Tages hat er sich dann gänzlich verweigert, und sich einfach auf den Boden gelegt.

Auf den Wunsch seiner Besitzerin ist Rino zu uns gekommen. Er gilt als kreativ und liebt Abwechslung. Ein Leben den ganzen Tag in der Boxe wäre nichts für ihn. Mit seinen Artgenossen ist er sehr lieb im Umgang, muss sich aber noch etwas eingewöhnen. 

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Cherry

Leider wissen wir sehr wenig über das Leben dieser dunkelbraunen Dartmoor-Ponystute, bevor sie zu uns kam. Cherry, geboren am 1. März 1996, wurde von einem bekannten Springreiter gekauft, als sie bereits mehr als 10 Jahre alt war. Er kaufte Cherry und dessen Begleiter, das Pony Milton, für seinen Enkel. Nach ein paar Jahren suchte der Besitzer einen neuen Platz für die beiden. Die beiden kleinen Lebewesen kamen 2017 gemeinsam zu einer Familie. Drei Jahre lang erfreuten Cherry und Milton viele Kinder, indem sie gebürstet, spazieren geführt oder geritten wurden. Die beiden Ponys waren unzertrennlich, besonders wegen Miltons Taubheit. Dann kam die Zeit für den wohlverdienten Ruhestand für diese beiden liebenswerten Geschöpfe, die beide im Oktober 2020 ihr letztes Lebenskapitel in Jeanbrenin begannen. Cherry ist sehr sanft, aber auch sehr zurückhaltend gegenüber Fremden.

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Quapa

Leider wissen wir nichts über die Jugend dieses schönen, 1998 geborenen, etwa 147cm grossen Connemara-Ponys. Ihre letzte Besitzerin genoss mit Quapa fast täglich kleine Ausritte in Begleitung ihrer Hunde. Die Stute war nie krank. Sie war auf einem Bauernhof untergebracht, wo sie gut versorgt wurde und mit anderen Pferden auf die Weide durfte. Doch dann änderte sich die Situation dramatisch: Einerseits begann ihre Besitzerin unter schweren gesundheitlichen Problemen zu leiden, andererseits wechselte der Besitzer ihres Stalls, was grosse Unsicherheit über die Qualität der zukünftigen Versorgung des Ponys mit sich brachte. So kam Quapa im Januar 2021 nach Le Roselet, sehr zur Erleichterung ihrer Besitzerin.

Quapa ist nicht dominant und sehr umgänglich, weiss sich jedoch bei Bedarf Respekt zu verschaffen. Draussen ist sie gerne überall und nirgendwo und mag es, sich nach Lust und Laune zu bewegen.

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Grey und Duncan

Die beiden American Miniature Horses Grey und Duncan kamen in Frankreich bei einer Züchterin zur Welt. Diese schien aber heillos überfordert mit der immer grösser werdenden Ponytruppe und versuchte deshalb von Zeit zu Zeit sich von einigen ihrer Zöglinge zu entledigen. Der grau-weiss gescheckte Grey und der schwarz-weiss gescheckte Duncan wurden daher im Frühjahr 2019 einem Pferdehändler übergeben, der seinerseits vorhatte, die beiden zum Schlachter zu bringen. Glücklicherweise konnten die Kleinen (sie messen rund je 80 cm im Stockmass) von tierliebenden Menschen gerettet werden. Sie fanden Unterschlupf bei einer Dame, die sich oft um vernachlässigte Tiere kümmerte. Doch dies war nur vorübergehend. Die Minis konnten Im August 2020 schliesslich zu uns kommen, als Notfall, da gerade zwei Plätze in unserer Ponygruppe in Maison Rouge frei wurden.

  • Duncan

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Pepino

Pepino wurde am 20. März 1998 im Jura geboren. Über seine ersten Lebensjahre ist uns leider nichts bekannt. Vor etwas mehr als elf Jahren traf der schöne Wallach auf seine jetzige Besitzerin. Es war Liebe auf den ersten Blick und so durfte der liebenswerte Freiberger-Andalusier-Mix in die Region Solothurn umziehen. Zusammen mit seiner Besitzerin hat er sowohl das Reitbrevet als auch den Silbertest im Westernreiten erfolgreich bestanden. Er war immer begeistert bei der Arbeit und dank seiner ruhigen Art entschloss sich seine Besitzerin zu einer Ausbildung als Reitpädagogin, zusammen mit Pepino. Diese Arbeit hat beiden viel Freude und Befriedigung gegeben. Am 4. November 2020 durfte Pepino seinen wohlverdienten Ruhestand in unserer Station Maison Rouge antreten.

Pepino war nie wirklich krank oder verletzt. Er fand in seinem Boxennachbarn Caesar vom ersten Moment an einen Freund fürs Leben. Die beiden Freiberger sehen sich dazu noch zum Verwechseln ähnlich. Sie kleben seither förmlich aneinander und weichen sich nicht von der Seite.

  • Caesar (links) und Pepino

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Kachanelle

«Kachanelle de Jy» wurde am 1. April 1998 in Frankreich geboren. Wie ihre Rasse «Cob Normand» richtig vermuten lässt, kommt die schöne Stute aus der Normandie. Über die ersten Lebensjahre von Kachanelle wissen wir leider nichts. Sie wurde im Alter von 6 Jahren zusammen mit ihrer ein Jahr jüngeren Schwester Love von ihrem Besitzer gekauft und in die Schweiz importiert. Die beiden Kaltblutstuten lebten von da an in der Region Waadt, wurden regelmässig geritten und später vor allem gefahren. Die Schwestern sollten zusammenbleiben, auch im Ruhestand, weshalb ihr ebenfalls schon etwas älterer Besitzer nach einem schönen Platz suchte. So durften Kachanelle und Love am 22. Oktober 2020 in unsere Station Maison Rouge umziehen.

Mit ihren 161 cm Stockmass ist Kachanelle zwar nicht unser grösstes Pferd, jedoch das schwerste. Sie bringt nämlich gute 820 kg auf die Waage. Die schöne Stute ist sehr dominant, was sie auch gerne ihre jüngere Schwester spüren lässt.

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Abschied

Gerne blicken wir zurück auf viele schöne Momente, die wir mit unseren Tieren verbringen durften - auch mit jenen die mittlerweile nicht mehr unter uns weilen.