Unsere Tiere

Selbstverständlich sind uns alle unsere Schützlinge wichtig, vom Kleinsten bis zum Grössten, vom Jüngsten bis zum Ältesten. Pferde, Ponys und Esel, die noch nicht lange bei uns leben oder die noch darauf warten, das Herz einer Patin oder eines Paten zu erobern, möchten wir Ihnen kurz vorstellen:

Amigo

Amigo ist ein Haflingerwallach, geboren am 1. Mai 1999 in der Schweiz. Wie alle Pferde seiner Rasse ist er ein hübscher goldbrauner Kerl mit fast weissem Schweif und Mähne. Amigo verbrachte die ersten vier Jahre seines Lebens bei seinem Züchter, bevor er an ein Ehepaar verkauft wurde. Ausgebildet für die Westernreiterei wurde der Haflinger ein sehr zuverlässiges Freizeitpferd. Er lebte in einem Laufstall und teilte sich eine Wiese mit anderen Pferden. Am 23. September 2020 durften wir Amigo in Le Roselet begrüssen.

Die Integration von Amigo in die bestehende Herde war nicht einfach. Mit seinem viel zu lieben Charakter wurde er von seinen Artgenossen gejagt und stand oft Abseits der Herde. Glücklicherweise konnte er durch seinen Spieltrieb Kontakte knüpfen. Dieser Haflinger ist wirklich sehr freundlich, sowohl mit anderen Pferden als auch mit Menschen. In guter Verfassung und voller Energie verbringt Amigo die Sommermonate auf der weitläufigen Gemeindeweide.

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Ronja

Ronja, eine mit Appaloosa gekreuzte Freibergerstute, wurde am 18. April 2003 geboren. Als sie fünf Jahre alt war, wurde die speziell gezeichnete Stute von einer Familie gekauft und blieb während über dreizehn Jahre als Reittier bei ihnen. Obwohl sie die Arbeit in der Reithalle oder im Paddock nicht wirklich schätzte und lieber in der Natur unterwegs war, versuchte diese nette Stute immer zu gefallen. Im April 2021 durfte Ronja schliesslich nach Le Roselet umziehen, wo sie ihre Pension frei von Arbeit geniessen darf.

Die Integration in die eingeschworene Gruppe der Pferde braucht Zeit. Ronja wird zwar geduldet, aber sie hat noch keine engen Kontakte geknüpft. Sie ist sehr nett und umgänglich, sowohl gegenüber ihren Artgenossen als auch gegenüber Menschen. Robust und in guter Form verbringt Ronja die Sommersaison auf der weitläufigen Gemeindeweide, unter hohen Tannen und inmitten anderer Pferde der Stiftung.

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Ramses des Hauts Monts

Ramses wurde am 2. Juni 2000 im Jura geboren. Er wurde 2005 von einer Familie im Kanton Waadt gekauft und von der Tochter der Besitzerin geritten, die mit ihm an Springturnieren teilnahm. Im Oktober 2016 wurde der sanftmütige Wallach in den Vorruhestand versetzt und schloss sich einer Gruppe von etwa zehn Pferden an, die in einem grossräumigen Laufstall lebten. Als der Wallach zwanzig Jahre alt war, meldete ihn seine Besitzerin bei der Stiftung für das Pferd an, um ihm einen schönen und friedlichen Lebensabend auf weiten Weiden zu sichern. So durften wir Ramses Ende Januar 2021 in unserem Heim Maison Rouge begrüssen.

Manchmal ein bisschen zerstreut ignoriert Ramses die Warnungen anderer Pferde oder sieht sie nicht, was dazu führt, dass er abrupt zurückgewiesen wird. Er ist ein Träumer, lässt seinen Blick oft in die Ferne schweifen und stösst sich manchmal sogar den Kopf aus Unachtsamkeit.

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Lillefot

Aus den Papieren geht hervor, dass Lillefot am 22. Mai 1996 geboren wurde. Trotz seiner Kreuzung mit einem Warmblut sieht Lillefot wirklich wie ein Connemara aus und hat auch die Grösse mit seinen 148 cm. Wir wissen nicht viel über die Jugend dieses weissen Ponys, ausser dass er ein sehr sportlicher Wallach war. Seine Karriere reichte von einfachen regionalen Turnieren bis zu den Europameisterschaften der Vielseitigkeit. Ihre letzten Besitzer kauften dieses grosse, liebevolle Pony im Jahr 2013 für ihre Tochter. Mit Lillefot machte sie ihre Springlizenz und nahm an verschiedenen Spring-, Dressur- und Vielseitigkeitsturnieren teil. Lillefot war ein ideales Reittier, das von der Familie sehr geschätzt und verwöhnt wurde, und die ihm einen wohlverdienten Ruhestand an einem ruhigen Ort gönnen wollte. So zog er am 29. Oktober 2020 in unserem Heim in Jeanbrenin ein.

Lillefot hat sich schnell und gut in die Jeanbrenin-Herde integriert. Er ist von Natur aus ruhig und weiss sich Respekt bei seinen Artgenossen zu verschaffen, wenn es nötig ist.

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Rino

Rino ist ein westfälisches Warmblutpferd. Seine einstige Besitzerin hat ihn im Alter von zehn Jahren in Deutschland gekauft. Rino hat sich bei ihr sehr motiviert und willig gezeigt. Es war für sie viele Jahre lang eine grosse Freude, auf ihm zu reiten.

Zuvor hatte Rino wohl nicht so ein schönes Leben als Sportpferd. Offenbar wurde ihm sehr viel abverlangt, die Narben durch die Sporen sind noch heute zu sehen. Eines Tages hat er sich dann gänzlich verweigert, und sich einfach auf den Boden gelegt.

Auf den Wunsch seiner Besitzerin ist Rino zu uns gekommen. Er gilt als kreativ und liebt Abwechslung. Ein Leben den ganzen Tag in der Boxe wäre nichts für ihn. Mit seinen Artgenossen ist er sehr lieb im Umgang, muss sich aber noch etwas eingewöhnen. 

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Cherry

Leider wissen wir sehr wenig über das Leben dieser dunkelbraunen Dartmoor-Ponystute, bevor sie zu uns kam. Cherry, geboren am 1. März 1996, wurde von einem bekannten Springreiter gekauft, als sie bereits mehr als 10 Jahre alt war. Er kaufte Cherry und dessen Begleiter, das Pony Milton, für seinen Enkel. Nach ein paar Jahren suchte der Besitzer einen neuen Platz für die beiden. Die beiden kleinen Lebewesen kamen 2017 gemeinsam zu einer Familie. Drei Jahre lang erfreuten Cherry und Milton viele Kinder, indem sie gebürstet, spazieren geführt oder geritten wurden. Die beiden Ponys waren unzertrennlich, besonders wegen Miltons Taubheit. Dann kam die Zeit für den wohlverdienten Ruhestand für diese beiden liebenswerten Geschöpfe, die beide im Oktober 2020 ihr letztes Lebenskapitel in Jeanbrenin begannen. Cherry ist sehr sanft, aber auch sehr zurückhaltend gegenüber Fremden.

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Grey und Duncan

Die beiden American Miniature Horses Grey und Duncan kamen in Frankreich bei einer Züchterin zur Welt. Diese schien aber heillos überfordert mit der immer grösser werdenden Ponytruppe und versuchte deshalb von Zeit zu Zeit sich von einigen ihrer Zöglinge zu entledigen. Der grau-weiss gescheckte Grey und der schwarz-weiss gescheckte Duncan wurden daher im Frühjahr 2019 einem Pferdehändler übergeben, der seinerseits vorhatte, die beiden zum Schlachter zu bringen. Glücklicherweise konnten die Kleinen (sie messen rund je 80 cm im Stockmass) von tierliebenden Menschen gerettet werden. Sie fanden Unterschlupf bei einer Dame, die sich oft um vernachlässigte Tiere kümmerte. Doch dies war nur vorübergehend. Die Minis konnten Im August 2020 schliesslich zu uns kommen, als Notfall, da gerade zwei Plätze in unserer Ponygruppe in Maison Rouge frei wurden.

  • Duncan

1/4 – Duncan

Kachanelle

«Kachanelle de Jy» wurde am 1. April 1998 in Frankreich geboren. Wie ihre Rasse «Cob Normand» richtig vermuten lässt, kommt die schöne Stute aus der Normandie. Über die ersten Lebensjahre von Kachanelle wissen wir leider nichts. Sie wurde im Alter von 6 Jahren zusammen mit ihrer ein Jahr jüngeren Schwester Love von ihrem Besitzer gekauft und in die Schweiz importiert. Die beiden Kaltblutstuten lebten von da an in der Region Waadt, wurden regelmässig geritten und später vor allem gefahren. Die Schwestern sollten zusammenbleiben, auch im Ruhestand, weshalb ihr ebenfalls schon etwas älterer Besitzer nach einem schönen Platz suchte. So durften Kachanelle und Love am 22. Oktober 2020 in unsere Station Maison Rouge umziehen.

Mit ihren 161 cm Stockmass ist Kachanelle zwar nicht unser grösstes Pferd, jedoch das schwerste. Sie bringt nämlich gute 820 kg auf die Waage. Die schöne Stute ist sehr dominant, was sie auch gerne ihre jüngere Schwester spüren lässt.

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Abschied

Gerne blicken wir zurück auf viele schöne Momente, die wir mit unseren Tieren verbringen durften - auch mit jenen die mittlerweile nicht mehr unter uns weilen.