Abschied

Die Stiftung für das Pferd ist das letzte Zuhause für unsere Schützlinge. Es ist immer ein sehr trauriger Moment, wenn wir eines unserer Tiere von seinen Altersbeschwerden erlösen müssen. Doch das Wissen, dass sie bei uns erfüllte, glückliche Jahre verbracht haben, ist uns ein grosser Trost.

Coghuf

Coghuf wurde am 18. Mai 1994 in Le Roselet als Nachzucht der Stiftung geboren. Er durfte als Fohlen und Jungpferd von unseren schier unendlichen Weiden profitieren. Im Alter von drei Jahren wurde er zum Reitpferd ausgebildet und absolvierte erfolgreich den Feldtest. Als respektvolles und wohlerzogenes Pferd wurde der 170 cm grosse Wallach vierjährig an seine neuen Besitzer ins Waadtland verkauft. Es fehlten dort leider Möglichkeiten, den jungen Wallach ins Freie zu lassen und so war er körperlich und geistig nicht augelastet, was ihn unberechenbar werden liess. So kam Coghuf in einen Reitstall, wo er viel trainiert werden konnte. Er machte grosse Fortschritte und war jeweils voller Herzblut bei der Sache, sei es bei der Dressur oder dem Springunterricht. Leider ging das Alter nicht spurlos an dem schönen Wallach vorbei und seine Besitzer wollten ihm eine angemessene Pensionierung ermöglichen. Es lag darum nahe, dass sie bei der Stiftung anklopften und Coghuf im Januar 2017 wieder zurück an seinen Geburtsort Le Roselet kommen durfte.

Die Eingliederung von Coghuf zurück in eine grosse Herde verlief problemlos und er fand schnell Freunde zum Spielen und Toben. Da seine gesundheitlichen Probleme über die Jahre zunahmen und sich sein Zustand verschlechterte, mussten wir den liebenswerten Riesen am 7. September 2021 im stolzen Alter von 27 Jahren leider von seinem Leiden erlösen.

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Vagabond

Vagabond, ein brauner Freibergerwallach, wurde am 10. April 2003 geboren. Er zog 2008 zu seiner letzten Besitzerin auf einen Bauernhof. Wir wissen fast nichts über dieses Pferd, ausser dass die Dame Vagabond, wegen Problemen in den beiden Kniescheiben, schon nach zwei Jahren operieren lassen musste. Trotz dieses Eingriffs im Jahr 2010, gefolgt von mehreren Behandlungen durch einen Osteopathen, blieb das Problem bestehen. Vagabond konnte auf abschüssigem Gelände nicht mehr geritten werden, so dass er im Alter von nur 7 Jahren in den Ruhestand versetzt wurde und sich eine Weide mit einem anderen Pferd auf dem Hof teilte. Angesichts einer schwierigen Familienlage war die Besitzerin eines Tages leider nicht mehr in der Lage, sich um ihr Pferd zu kümmern. So kam Vagabond am 30. März 2021 in unserem Heim in Jeanbrenin, auf unserem Zauberberg.

Der hübsche Wallach mied jede Konfrontation und suchte kaum Kontakt zu Artgenossen. Gegenüber Menschen fehlte ihm der Respekt und wenn sich das scheue Tier doch einmal von sich aus näherte, dann eher um zu necken, als um Streicheleinheiten zu erhaschen. Leider durfte Vagabond nur sehr kurz unser Gast sein. Nach einer akuten Bauchfellentzündung ohne Aussichten auf Heilung, mussten wir ihn am 3. September 2021 von seinem Leiden erlösen. 

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Lukas

Lukas, ein kleiner, brauner, etwa 100 cm grosser Esel-Wallach, wurde am 25. Mai 2002 geboren. Über seine Vergangenheit ist uns nicht viel bekannt. Zusammen mit seinem Eselkollegen Mowgli, sowie einem rassigen Warmblüter Namens Mister Lou, lebte Lukas über zehn Jahren bei einem Bauern im Appenzellerland. Die Besitzerin erkrankte schwer und konnte sich nicht mehr um ihre Tiere kümmern. So kamen Lukas und Mowgli im Oktober 2016 nach Maison Rouge. Ihr Freund, Mister Lou, fand einen Platz in unserer Station Jeanbrenin.

Die unbeschränkte Weidehaltung beim Bauern, auf den reichhaltigen Wiesen im Appenzell, war zu grosszügig für Lukas und Mowgli. Die feissen Jahre haben bleibende Spuren auf ihren Körpern hinterlassen. Sie waren beide sehr dick und Fettpolster haben sich an Hals und Kruppe festgesetzt. Die beiden Esel wurden auf Diät gesetzt und mit langen Spaziergängen zur Bewegung animiert. Doch stand das Glück leider nicht auf der Seite der sympathischen Grautiere. Mowgli erkrankte schwer und musste von seinem Leiden erlöst werden. Seither ist viel Zeit verstrichen und der zurückhaltende Lukas konnte Stück für Stück Fuss in der Herde fassen. Trotz seiner legendären Verträumtheit fand Lukas Anschluss bei den sehr verspielten Eseln Elio und Rico. Doch wirkte er zuletzt zunehmend kränklich. Nach einer Blutanalyse sowie einem Ultraschall wurde bei Lukas eine stark vergrösserte Leber diagnostiziert. Wir mussten den liebenswerten Esel deshalb leider am 31. August 2021 im Alter von nur 19 Jahren von seinem Leiden erlösen.

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Class Aktion

Class Aktion, ein Amerikanisches Miniaturpferd, wurde am 12. Mai 1997 in den USA geboren, bevor er im Juni 2006 von Übersee in die Schweiz importiert wurde. Bei seiner Ankunft war Class, liebevoll auch Füchsli genannt, noch ein Hengst und nutzte dieses Privileg vor seiner Operation klammheimlich aus, um mit seiner Gefährtin ein kleines Fohlen zu bekommen. Das Trio lebte friedlich mit anderen Ponys auf der Weide. Als die Besitzerin in finanzielle Not geriet, durfte die kleine Familie bei neuen Besitzern einziehen. Nachdem Füchslis Gefährtin aufgrund gesundheitlicher Probleme leider erlöst werden musste, lebte er zusammen mit seiner Tochter Es Grace. Die beiden durften am 18. Mai 2019 nach Le Roselet umsiedeln und gewannen sogleich die Herzen der Anwesenden für sich. 

Class war zwar feinfühlig und respektvoll, doch gleichzeitig sehr misstrauisch und er mochte es gar nicht eingeengt oder gestreichelt zu werden. Nachdem wir vor knapp einem Jahr bereits Es Grace verloren haben, mussten wir nun schweren Herzens auch ihren Vater Class erlösen, weil er auf der Weide einen schweren, unheilbaren Hirnschlag erlitt.

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Mister Bond

Der hübsche Schweizer Warmblüter mit dem imposanten Namen «Mister Bond» wurde 1996 im Kanton Bern geboren. Seine Züchter zogen ihn unter besten Voraussetzungen gross in der Hoffnung, er würde später, dank seiner hervorragenden Abstammung, ein erfolgreiches Springpferd werden. Allerdings merkten sie schnell, dass Mister Bond den Erwartungen mit seiner geringen Konzentrationsfähigkeit und dem fehlenden Ehrgeiz nicht gerecht werden würde. So kam er zu seiner neuen Besitzerin, welche sich auf den ersten Blick in ihr Herzens-Pferd verliebte. Die beiden nahmen an kleinen regionalen Dressurprüfungen und Patrouillenritten teil. Dabei stand immer der Spass im Vordergrund und die Besitzerin quittierte auch schlechte Resultate mit einem Lächeln.

Im Juni 2018 durfte Mister Bond seine Pension im Maison Rouge antreten. Da er im Sommer eintraf, war die Integration auf den grossen Weiden kinderleicht und er fand schnell Freunde. Der freundliche Wallach machte sich bei uns vor allem einen Namen als grosser Ponyfreund, die ihm die liebste Gesellschaft waren. Im Alter von 25 Jahren wurde Mister Bond von einer schweren und schmerzhaften Kolik heimgesucht, welche sich nicht behandeln liess. So mussten wir unseren Geheimagenten am 17. Juli schweren Herzens ziehen lassen.

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Wingo

Der stattliche, 173 cm grosse Schweizer Warmblüter wurde 1993 bei einem Lausanner Sportpferdezüchter geboren. Sein späterer Besitzer hat ihn erfolgreich auf kleineren Dressur- und Springturnieren vorgestellt. Auch wenn Wingo im Gelände leicht erregbar und von unsicherer Natur war, genossen er und sein Reiter die langen Ausritte. Aufgrund seiner Arthrose in den Beinen wurde der hübsche Wallach pensioniert und durfte 2018 nach Maison Rouge umziehen. 

Die Eingewöhnung bereitete dem grossen Pferd mehr Mühe als erwartet und hat einige Zeit gedauert. Einmal richtig angekommen, genoss Wingo jedoch die fast grenzenlose Freiheit der grosszügigen Weiden und die Gesellschaft seiner Mitbewohner. Im hohen Alter von 28 Jahren waren seine Hufe von der Arthrose derart geschädigt, dass er nicht mehr schmerzfrei stehen oder sich bewegen konnte. Schweren Herzens haben wir Wingo am 21. Juni erlöst.

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Saphir

Der feine, elegante Wallach kam 1993 im Kanton Aargau zur Welt. Er trainierte viel für Distanzritte und liebte diese Sportart. Bis er grundlos beim Reiten auf die Knie fiel. Die Ritte mit Saphir wurden zur Gefahr für Mensch und Tier. Schweren Herzens wurde Saphir bereits mit zwölf Jahren frühpensioniert. Für seine Besitzerin war ausgeschlossen, dass er auf Grund seiner Gesundheitsprobleme zum Schlachter käme. Sie kaufte Pik Hawai, ein Schweizer Warmblut-Wallach, zu seiner Gesellschaft und beide lebten in einem grosszügigen Stall mit Weiden, bis beide 2016 nach Le Roselet kamen.

Der dunkelbraune Wallach war sehr höflich, anhänglich und gut erzogen. Nach einer kurzen Eingewöhnung spielte er sehr gerne und ausgiebig mit anderen Wallachen. Probleme mit seinen Zähnen zwangen die Pflegerinnen, ihn im letzten Winter mit eingeweichten Heucobs zu füttern. Wir hofften alle, dass das frische Gras ihm ein normales Fressen erlauben würde, leider nein. Er verlor an Gewicht und mehr und mehr auch die Freude am Leben. Am 15. Juni frühmorgens liessen wir ihn gehen.

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Xoli

Xoli (Xolientje mit richtigem Namen), eine schwarze Shetland-Pony Stute, kam 1985 zur Welt. Sie wurde 8-jährig von einer Dame gekauft, die auf der Suche nach einem Stallgefährten für ihr Shetland-Pony war. Kurz nach der Ankunft wurde Xoli immer dicker und bald stand fest: sie war trächtig! Im Juli 1993 gebar sie ein Fuchsfohlen, das Xander genannt wurde. Später stiess die Pony-Stute Damara dazu. Ziemlich dominant, war Xoli die Chefin der kleinen Gruppe. Die Besitzerin musste sich aus gesundheitlichen Gründen und schweren Herzens von ihren drei Ponys trennen. So kamen alle drei Xoli, Xander und Damara 2013 zu uns.

Xoli verhielt sich ab und zu wie eine kleine Zicke und gab gerne den Ton an… sogar gegenüber den Pferdepflegerinnen versuchte sie sich zu behaupten. Wie die meisten Ponys war Xoli etwas verfressen. Deshalb musste sich Xoli sowie ihre Gefährten mit kleinen Parks zufrieden gegeben, in denen sie einige Stunden am Tag grasen durfte. Ansonsten gab es ja grosse Trockenplätze, um sich die Beine zu vertreten. Sie genoss ihre Pensionierung in vollen Zügen bis vor kurzem, als sie mit stattlichen 36 Jahren sehr viel Mühe beim Laufen hatte. Sie wurde am 15. Juni von ihren Altersgebresten erlöst. 

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Free Willy

Wer Free Willy hört, denkt an den Kinderfilm mit dem berühmten Wal als Hauptdarsteller. Dass der Isländer-Mix wenig damit zu tun hat, ist schon rein äusserlich erkennbar: Er ist ein stichelhaariger Fuchs. Die Besitzerfamilie taufte Willy zu Free Willy um, weil er sich gerne aus der Weide schlich. Über seine Vergangenheit ist wenig bekannt. Er wurde 1995 geboren und seine Besitzerfamilie rettete ihn vor dem Schlachter. Dank viel Liebe entwickelte sich Free Willy zum idealen Kinderreitpony. Leider begann sich Arthrose in Free Willys Vorderbeinen auszubreiten und sowieso standen einige Veränderungen in seinem Stall an, so kam Free Willy am 2. August 2017 nach Le Roselet. 

Problemlos integrierte er sich in die Herde und schloss eine enge Freundschaft mit Bowmore, einem Vollblut. Es ging ihm soweit gut, bis auf Probleme mit seinen Zähnen, die aber gut behandelt werden konnten. Als die Probleme diesen Frühling wieder auftauchten, wurden seine Kiefer geröntgt – und leider ein Tumor im Knochen festgestellt. Er wurde von seinen Schmerzen am 9. Juni 2021 erlöst.

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Leila

Die bildhübsche Vollblutaraber-Stute wurde im Jahr 1995 geboren. Über die ersten Lebensjahre der edlen braunen Stute ist leider nichts bekannt. Insgesamt gab es wenig einschneidende Veränderungen im Leben dieser freundlichen Stute. Leila war bekannt für ihr gutes Wesen und ihre energische, lauffreudige Art. Sie zeigte trotz Temperament gute Nerven, wenn es darum ging, heikle Situationen im Gelände zu meistern. Gemeinsam mit Muscade, einer Schweizer-Warmblut–Stute, teilte sie fast ihr ganzes Leben. Zusammen kamen Leila und Muscade 2018 nach Le Roselet, wo sie den Sommer über frei auf der grosszügigen Gemeindeweide verbringen durften. Leider mussten wir uns schon früher von Muscade verabschieden, nun folgte ihr Leila nach, am 16. Mai 2021, aufgrund einer sehr heftigen Kolik.

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Pamela

Pamela war eine kohlfuchsfarbene, wunderschöne Warmblutstute, 1994 in der Slowakei geboren. Seit November 2012 wohnte sie im Jeanbrenin. Im kleinen Paradies auf dem Sonnenberg genoss sie die Freiheit der grossen waldbestandenen Weiden, immer an der Seite von wechselnden Freunden und Freundinnen. 2014 musste ihr ein Auge entfernt werden, das die Sehkraft schon eingebüsst hatte und sich trotzdem immer wieder entzündete. Sie kam sehr gut damit zurecht, die Pfleger achteten darauf,  brüske Berührungen auf dieser blinden Seite  zu vermeiden. Die Jahre vergingen und nach etlichen stürmischen Abenteuern mit verschiedenen Wallachen, die dem Charme von Pamela erlagen, wurde sie ruhiger, leider auch langsamer in ihren Bewegungen. Die früher festgestellte Strahlbeinlahmheit machte sich wieder bemerkbar. An kalten Tagen hatte sie Mühe zu laufen. Am 19. März lag sie am Morgen in ihrer Box und konnte, und wollte offenbar auch nicht mehr aufstehen. Sie wurde von der herbeigerufenen Tierärztin erlöst.

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Sony

Sony kam 1989 zur Welt und mit 10 Monaten zu seiner Besitzerin, die ihn als vollständiges Familienmitglied aufnahm. Mit den beiden Kindern machte die Familie viele Ausflüge in der Umgebung, sogar als Statist in der Kirche durfte er auftreten. Mit sieben Jahren zügelte er zu einem Eselchen namens Rico, der ebenfalls alleine lebte. Nach einem Abstecher auf einem Eselhof, dessen Besitzer altershalber die Haltung der ca 10 Esel aufgab, kamen beide im März 2017 nach Maison. Dort lebten sie zufrieden zusammen, integrierten sich aber gut in die Truppe der Langohren. Sonys Zähne machten schon eine Weile Sorgen, einige mussten gezogen werden und die verbliebenen waren zu kurz und zu abgenutzt, damit er noch richtig fressen konnte. Am 15 März wurde er auf die grosse Reise geschickt.

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Lucie

Lucie, eine hübsche Freibergerstute, kam am 30. März 1996 zur Welt. Über ihre ersten Lebensjahre ist uns nichts bekannt, doch wurde die helle Fuchsstute ihrem Besitzer 2002 als Ersatzpferd angeboten. Sofort fühlte sich Lucie wohl am neuen Ort. Zusammen mit ihrem Besitzer unternahm sie erfolgreich Patrouillenritte. Leider wurde Lucies Karriere im Jahr 2007 abrupt beendet. Bei der Stute wurde Spat diagnostiziert. So wurde die attraktive Freibergerin kurzerhand frühpensioniert. Im Februar 2019 kam sie nach Maison Rouge. Leider blieben ihr nicht viele Jahre auf den Weiden von Maison Rouge vergönnt, ihr früheres Leiden liess sie so stark leiden, dass sie am 17. März erlöst werden musste.

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Clifden

Clifden, ein grosser weisser Irländer-Wallach, kam im Jahr 1995 in seiner Heimat zur Welt. Er wurde 1999 von seinen Besitzern entdeckt und seither wohnte er im Kanton Aargau. Er war jahrelang recht erfolgreich im Springsport aktiv. Clifden war aber sehr vielseitig, und machte den Besitzern auch bei Patrouillen-Ritten, Dressurprüfungen und sogar Quadrillen grosse Freude. Im Jahr 2003 kam der Schimmel Henry in den Stall und seither waren die beiden unzertrennlich. Das hübsche Paar wurde zum echten Hingucker, wenn sie vor den Wagen gespannt wurden. Mit 18 Jahren, und mit leichter Arthrose, wurde Clifden pensioniert. Beide Schimmel durften zusammen 2018 in Le Roselet einziehen. Nach dem frühen Tod von Henry schloss sich Clifden eng dem Pony Xander an und behütete ihn wie seinen Augapfel. Ohne Xander ging er nirgends hin. Leider erblindete er wegen eines aggressiven Tumors plötzlich auf einem Auge, und auch seine Arthrose wurde so schlimm, dass er kaum mehr gehen oder aufstehen konnte. Am 17. März 2021 musste er seinen Freund zurück lassen und seine letzte Reise alleine antreten.

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Tornade

Tornade, eine französische, fast schwarze Welschpony-Stute, kam 1989 auf die Welt. Die Pony-Stute wurde mit vier Jahren in die Schweiz importiert, wo sie mit drei anderen Kleinpferden in einem Offenstall gehalten wurde. Tornade nahm an lokalen Spring- und Geschicklichkeits-Wettbewerben teil. Mit 9 Jahren wurde sie von ihrer letzten Besitzerin gekauft, als „Gspännli“ für ihren Freiberger-Wallach. Nach einigen schönen Jahren wurde die Dame mit ernsten finanziellen, sowie seelischen Problemen konfrontiert. Immer wieder musste Tornade fremd platziert werden, immer wieder kam sie wegen grosser Probleme zur Besitzerin zurück. Endlich durfte sie 2012 für immer nach Roselet umziehen. Sie genoss ihre Pensionierung und hatte in all diesen Jahren an ihrer Seite treue Freunde. Doch ihr Alter, Arthrose und schlechte Zähne machten ihr immer mehr zu schaffen. Morgens verliess sie ungern ihre Box und draussen nahm sie kaum mehr am sozialen Leben teil. Es war Zeit, sie am 16. März 2021 gehen zu lassen.

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Gitan

Der schwarze  Gitan, ein Mérens, kam 2019 mit seinem Freund, dem Friesen Doekele, nach Le Roselet. Die beiden halfen sich gegenseitig bei der Eingewöhnung, doch danach gingen beide ihrer Wege. Sie fanden beide treue Freunde und Gitan genoss sein Leben sehr. Doch plötzlich, anfangs März, hatte sich sein Gesundheitszustand wegen einer akuten Kolik rasch verschlimmert. Gitan wurde sofort tierärztlich betreut. Doch in den folgenden Stunden wurde die Kolik so stark, dass wir ihm nicht mehr helfen konnten und ihn schweren Herzens von seinem Leiden erlöst haben. Er wurde 27 Jahre alt. 

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Luna

Das überaus sympathische Pony kam 2015 als Notfall aus dem Tessin zu uns. Es trug den Übernamen «Marroni», einerseits wegen seiner aparten Farbe, aber auch, weil die kleine Dame fürs Leben gern die reifen Früchte der Kastanienbäume frass. Schnell gliederte sie sich in die Ponyherde ein und genoss das Leben an der Seite ihres Freundes Tango. Doch frühere Beschwerden in Form einer Hufrehe machten sich immer mehr bemerkbar, bis anfangs März, als sie kaum mehr laufen konnte. Trotz aller Bemühungen gab es keine Rettung. Schweren Herzens mussten wir sie gehen lassen. Sie wurde 26 Jahre alt.

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Giorgia

Giorgia ist im Frühsommer 2019 zu uns nach Le Roselet gekommen. Als wunderschönes, elegantes Tier und von freundlichem und umgänglichen Wesen wusste sie viele Menschen für sich zu gewinnen. Georgia hatte sich in ihren jungen Jahren  nicht zum erwünschten Springcrack entwickelt und wurde dann an ihre spätere Besitzerin weiterverkauft. Die beiden konnten viel miteinander unternehmen, lange Ausritte, aber auch kleinere Spring- und Dressurprüfungen. Es waren schöne und harmonische Jahre. Bevor die Stute 21-jährig zu uns kam, konnte sie aber bereits mehrere Jahre nicht mehr geritten werden. Gesundheitliche Probleme im Bereich des Rückens, ursprünglich wohl durch einen nicht passenden Sattel verursacht,  schränkten sie zunehmend ein. Wir hätten der lieben und ruhigen Stute gerne noch ein paar Jahre bei uns gegönnt.

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Chlorophylle

Unsere liebe kleine Stute Chlorophylle weilt nicht mehr unter uns. Bis zuletzt konnte sie mit ihren Gefährten über die tief verschneiten Juraweiden ziehen, scharrte nach Gräsern, knabberte an Ästen und verschmolz mit ihrem hellen Haarkleid fast mit der Landschaft. 

In den letzten Jahren war ihre Pflege recht aufwendig geworden, ihre Augen benötigten regelmässig Tropfen, geduldig und gelassen liess sie sich von den Pferdepflegern helfen. Zum Glück. Doch auch die Fortbewegung wurde schwieriger, die Ernährung. Ihre Kräfte verliessen sie mehr und mehr. Eines Tages Mitte Januar schliesslich mussten wir sie gehen lassen. 

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