Abschied

Die Stiftung für das Pferd ist das letzte Zuhause für unsere Schützlinge. Es ist immer ein sehr trauriger Moment, wenn wir eines unserer Tiere von seinen Altersbeschwerden erlösen müssen. Doch das Wissen, dass sie bei uns erfüllte, glückliche Jahre verbracht haben, ist uns ein grosser Trost.

Kelly Z

Kelly war ein braunes, sportliches Welshpony. Die kleine Stute mit den aufgeweckten Augen ist laut Zuchtschein in den Niederlanden zur Welt gekommen. 2002 hat Kelly schon einmal in der Schweiz gelebt, wurde dann aber nach Deutschland weiterverkauft. Ihre letzte Besitzerin kaufte die Ponydame 2011. Trotz der vielen Besitzerwechsel war Kelly immer ein ausgesprochenes Musterpony. Sie vertraut den Menschen und wurde regelmässig gebisslos im Gelände geritten. Ihr Leben lang war Kelly stets bewegungsfreudig, doch 2017 wurde bei ihr eine Karpalarthrose diagnostiziert. Seither wurde sie nicht mehr geritten. Da der Besitzerin grosse Weiden fehlten, um Kelly genügend Auslauf zu ermöglichen, kam die hübsche Stute mitten im Sommer 2018 nach Le Roselet.

Nach vier schönen Jahren im Ruhestand, konnte sich Kelly leider nicht mehr ausreichend ernähren. Ihre Zähen waren im Alter von 30 Jahren so stark abgenutzt, dass wir uns schweren Herzens dazu entschieden, die hübsche Stute zu erlösen.

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Tango

Das schwarze Welsh-Pony Typ A, hiess mit vollem Namen «Trouble with Tango». Der Rappe stammte aus England und wurde im Jahr 1993 geboren. Tango wurde als Springpony ausgebildet. Der kleine Racker hatte noch in England mehrere Turniere in seiner Grössenklasse erfolgreich bestritten, zusammen mit den Kindern seiner ersten Besitzerfamilie, bis diese zu gross wurden. Seine letzte Besitzerin hat die Geschichte von Tango erfahren. Kurzerhand hat sie ihn zwölfjährig bei sich aufgenommen. Über viele Jahre durfte er Kindern bei ihren ersten Reitversuchen beistehen. Ja, Tango hatte sich seinen Lebensunterhalt regelrecht erarbeitet. Seine Besitzerin wünschte sich für den aufgeweckten Wallach einen wohlverdienten Lebensabend. So kam Tango vor 6 Jahren zu uns nach Maison Rouge.

Das hübsche Pony bekam leider eine akute Kolik und wir waren gezwungen, ihn im Alter von 29 Jahren von seinen Schmerzen zu erlösen.

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Arjen

Wir wussten nicht viel über Arjens Jugend und seine Vergangenheit. Bei seiner letzten Besitzerin war er als toller Dressur-Meister für fortgeschrittene Reiter geschätzt. Als er älter wurde, wurde er nur noch gemütlich für Ausritte gesattelt, da er manchmal steif und verspannt war. Ruhig und selbstsicher hat sich dieser imposante Friese ohne Aufregung seinen Platz in der Herde von Le Roselet gemacht. Die dominanten Kollegen in der Herde mussten da einsehen: diesen selbstsicheren Kerl kann man nicht beeindrucken!

Nachdem Arjen 7 ½ schöne Jahre in unserem Heim geniessen durfte, mussten wir ihn am 3. November 2022 im Alter von 30 Jahren leider weiterziehen lassen. Schweren Herzens haben wir uns von dem lieben Friesen verabschiedet und ihn von seinen Schmerzen erlöst. 

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Natchee

Dieser hübsche, gescheckte Wallach unbekannter Rasse wurde am 3. Juni 1998 in Spanien geboren. Über seine Jugend ist nicht viel bekannt. Seine letzte Besitzerin kaufte ihn im Jahr 2014. Damals galt er als «schwieriges Pferd». Mit viel Zeit, Geduld und der Ausbildung nach Parelli (Natural Horsemanship) gelang es der Dame, eine schöne Beziehung zu ihrem Pferd aufzubauen. Natchee kam am 28. Dezember 2021 in unser Heim Maison Rouge, um seine Pension auf grossen Weiden zu geniessen. Er war sehr geselliges und hat sich so schnell eingelebt. Verspielt und gesund tobte sich dieser freundliche Wallach gerne aus.

Aufgrund eines Problems im Strahlbein sowie einer schweren Arthrose, die eine massive Lahmheit mit sich brachte, mussten wir Natchee im Alter von 24 Jahren von seinen Schmerzen erlösen. 

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Cherry und Milton

Sowohl Cherry’s als auch Miltons Herkunft waren uns unbekannt. Die beiden Ponys kamen zusammen in die Region und Cherry diente einige Jahre als Reitpony für die Enkel einer Familie, bevor sie 2017 von einer anderen Familie übernommen wurde, die gleichzeitig Milton kaufte. Cherry und Milton genossen seit 2020 ihren wohlverdienten Ruhestand in Jeanbrenin. Cherry war für Milton eine sehr zuverlässige Freundin. Sie dient als Ohr für ihren tauben Begleiter. Sehr freundlich, aber auch sehr sensibel und zurückhaltend, suchte Cherry nie den Kontakt zu Menschen. Sie wurde wahrscheinlich misshandelt und musste sanft angesprochen werden. Die beiden Ponys lebten auf dem Zauberberg separiert von der Pferdegruppe, da Milton durch seine Taubheit schreckhaft war und beide gesundheitlich angeschlagen waren. 

Nachdem bei Milton zusätzlich eine komplette Blindheit diagnostiziert wurde und Cherry zunehmend unter sehr starker Arthrose litt, ohne Möglichkeit sich damit nochmals in eine Herde zu integrieren, beschlossen wir die beiden Freunde gleichzeitig im Alter von 26 Jahren, beziehungsweise 27 Jahren, weiterziehen zu lassen. Der Abschied von unseren beiden kleinen Maskottchen macht uns traurig.

  • Milton
  • Cherry und Milton
  • Cherry und Milton
  • Cherry

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Niki

Der zierliche Freiberger Niki kam 1992 im Jura zur Welt. Als Dreijähriger wurde er von seiner Besitzerin entdeckt und durfte zu ihr ins Graubünden ziehen. Im schönen Prättigau verbrachte er viele glückliche Jahre zusammen mit seinem Kollegen Merlin. Als nervenstarkes und ausdauerndes Pferd unternahm er zahlreiche Wanderritte und zeigte sich auch im Erlernen von Zirkuslektionen geschickt. Als sein Kumpel Merlin aus Altergründen eingeschläfert werden musste, durfte Niki zu neuen Gespanen auf den Jeanbrenin ziehen. Mit seinem neu gewonnen Freund, dem Freibergerwallach Cäsar, genoss Niki die weitläufigen Weiden auf unserem Zauberberg. 

Aufgrund seiner stark abgenutzten Zähne, konnte sich Niki im Alter von 30 Jahren nicht mehr ausreichend ernähren und wir mussten ihn am 18. Oktober 2022 leider erlösen.

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Armagnac

Armagnac wurde in einer Reitschule im Kanton Waadt geboren. Obwohl er in den Anfangsjahren eher schwierig zu reiten war, erreichte dieses imposante Pferd unter dem Einfluss seines letzten Besitzers, der ihn seit 2009 ritt und seit 2014 besass, ein internationales Dressurniveau. Armagnac wurde im Alter von 16 Jahren pensioniert und kam im Mai 2021 in unser Heim von Maison Rouge. Der Warmblüter war zwar freundlich, hatte jedoch die Tendenz zu etwas Respektlosigkeit gegenüber den Menschen, die er gerne ein wenig anknabberte oder schubste. Leider hatte dieser ehemalige Spitzensportler schon bei seiner Ankunft schwere Sehnenschäden. Das hinderte Armagnac jedoch nicht daran, seine Rente auf unseren Weiden in vollen Zügen zu geniessen.

Nachdem sich der hübsche Wallach leider eine Sehne gerissen hatte und nur noch auf drei Beinen gehen konnte, mussten wir ihn am 8. September 2022 von seinen starken Schmerzen erlösen.

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Robin

In der Schweiz geboren verlor Robin seine Mutter als er noch ein Fohlen war. Weil er wegen einem Gangfehler eine schlechte Benotung erhielt, war er zum Schlachten verurteilt. Gerettet, entwickelte er sich zu einem sehr zuverlässigen Freizeitpferd und nahm anfangs der 2000er Jahren an Springprüfungen teil. Leider zwang ein schwerer Sturz seine Besitzerin, sich von Robin zu trennen. Nach einem Aufenthalt in einer Pension, wo das Pferd vor allem mit der Herde schlechte Erfahrungen machte, konnte Robin im Dezember 2016 in Le Jeanbrenin aufgenommen werden. Es dauerte eine Weile, bis Robin sich in die Herde integrieren konnte, da er seinen Artgenossen gegenüber sehr misstrauisch war und sie mied. In Mister Lou fand der schöne Fuchswallach einen echten Freund und die beiden waren unzertrennlich.

Aufgrund eines grossen Hirntumors, welcher auf den Sehnerv drückte, erblindete Robin in kurzer Zeit komplett. Leider mussten wir ihn deshalb am 1. September 2022 im Alter von 29 Jahren erlösen.

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Jacy Sue Bar

Die in der Schweiz geborene Quarter Horse-Stute verbrachte eine schöne Jugend bei ihrem Züchter, wo sie sorgfältig im Westernreiten ausgebildet wur­de, bevor sie 2002 von einer Dame gekauft wurde. Das Paar perfektionierte sein Können und nahm neben regelmässigem Training, Ausritten und Ferien in den Freibergen, an zahlreichen Westernturnie­ren teil. Mit 16 Jahren begann Jacy leider zu lahmen und wurde in den Vorruhestand versetzt. Sie kam schliesslich am 6. Juli 2020 nach Le Roselet. Jacy fand schnell ihren Platz in der Herde. Die Sommermo­nate verbrachte sie auf der grossen Gemeindeweide in Gesellschaft anderer Pferde der Stiftung.

Leider brach sich diese hübsche Stute am 24. August 2022 das Schulterblatt auf der Weide, weshalb wir sie unverzüglich erlösen mussten. Auch wenn solche Unfälle zum Glück äusserst selten sind, macht es uns natürlich sehr traurig. Jacy verliess uns im Alter von 25 Jahren.

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Princess

Greenfields Princess, wie sie mit vollem Namen hiess, wurde 1995 in Irland geboren. Im Alter von 5 Jahren kam die hübsche Stute in die Schweiz zu ihren neuen Besitzern, wo sie bis zu ihrer Pension lebte. Dank ihres ausgeglichenen Temperaments war Princess bei unzähligen Aktivitäten eine treue Partnerin. So bestand sie nicht nur Reitbrevets und Lizenzen mit ihren Reitern, sondern nahm auch an Springwettbewerben, Geländetrainings und Kostümwettbewerben teil und genoss zum Ausgleich lange Ausritte. Princess kam im August 2020 nach Le Roselet und gewann schnell unsere Herzen mit ihrem sehr anhänglichen, gelassenen und trotzdem selbstbewussten Charakter. Sowohl mit Menschen als auch mit anderen Tieren verstand sie sich sehr gut.

Leider litt die hübsche Irländerin unter einer Sehnenentzündung, die sich trotz Behandlung durch unsere Tierärztin so stark verschlimmerte, dass Princess ihren Fuss nicht mehr aufsetzen konnte. Aus diesem Grund entschieden wir uns schweren Herzens, sie im Alter von 27 Jahren zu erlösen.

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Blue

Glücklicherweise verfügte unsere Stiftung gerade über genügend Platz um drei amerikanische Miniaturpferde und zwei Mini-Shetlandponys von einer 82-jährigen Frau aufzunehmen, die ganz dringend eine neue Unterkunft suchten. So kamen Blue, ihr Sohn Maserati sowie die kleine Marketta Ende April 2021 im Maison Rouge an. Die beiden Shetlandponys Falco und Fabienne leben derweil in unserer Station Le Roselet. Die Miniaturpferde haben sich gut und schnell eingelebt in ihrem neuen Heim.

Leider ist der kleine Maserati bereits verstorben. Am 27. Juli 2022 mussten wir nun auch Blue im Alter von nur 19 Jahren erlösen. Sie aspirierte regelmässig Futter in die Lunge und musste deshalb stark husten. Dieses Leiden konnte leider nicht behandelt werden und es blieb uns nichts Anderes übrig, als Blue schweren Herzens weiterziehen zu lassen.

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Yvann

Im Jahr 1994 wurde Yvann von seiner letzten Besitzerin gekauft; wo er vorher war, ist nicht bekannt. Yvann wurde dressurmässig geritten und war immer ruhig, respektvoll und aufmerksam. Als sein Stall an einen Bauunternehmer verkauft wurde, suchte er, zusammen mit seiner damaligen Freundin, dringend einen neuen Platz. So kamen die beiden Pferde 2013 nach Le Roselet. Zu Beginn war Yvann sehr auf seine Gefährtin konzentriert, eher ängstlich vermied er den Kontakt zu den andern. Mit der Zeit fasste er aber Vertrauen und bewegte er sich sicher inmitten der Herde. Mit Kelly und Farceur bildete Yvann seit vielen Jahren ein unzertrennliches Trio.

Am 12. Juli 2022 mussten wir Yvann im Alter von 30 Jahren leider von seinen Leiden erlösen. Wegen seiner schlechten Zähne konnte sich der hübsche Schimmel schon länger nicht mehr ausreichend ernähren und magerte zunehmend ab, obwohl er Futter zur freien Verfügung hatte. Auch machte dem grossen Wallach die Arthrose in den Beinen schwer zu schaffen und verursachte immer mehr Schmerzen. Der Abschied von Yvann fällt nicht nur uns Menschen schwer, sondern auch seinen zwei langjährigen Freunden Kelly und Farceur.

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Lincoln

Seine Besitzerin kaufte Lincoln als 4-jähriges Pferd und nahm mit ihm an einigen Springwettbewerben teil. Lincoln wurde jedoch hauptsächlich im Gelände geritten und durfte täglich den Weidegang für einige Stunden geniessen. Der hübsche Wallach war nie krank. Ausgeglichen, kontaktfreudig und sehr verspielt hat er sich nach seinem Umzug nach Maison Rouge im April 2015 problemlos eingelebt und seinen Platz in der Herde schnell gefunden.

Am 23. Juni 2022 brach der sehr verschmuste und freundliche Wallach leider vor den Augen der Pflegerin auf der Weide zusammen, da er einen Herzinfarkt erlitt. Trotz sofortiger Intervention der Tierärztin, konnte dem 27jährigen Pferd nicht mehr geholfen werden und wir mussten Lincoln auf Platz erlösen. Der sanfte Riese hinterlässt eine grosse Lücke nach über sieben Jahren in der Herde von Maison Rouge.

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Indi

Indi wurde 1998 in der Schweiz geboren und im Alter von 12 Jahren von einer Dame gekauft, die mit ihr eine wunderschöne Zeit erleben durfte. Diese kleine, unkomplizierte Stute verbrachte die folgenden Jahre in der Gesellschaft eines anderen Ponys. Ihre Besitzerin wollte Indi einen schönen Lebensabend mit anderen Pferden bieten. So kam die Schimmelstute am 2. April 2021 nach Le Roselet. Indi war immer sehr lieb, diskret und einfach zu pflegen. Leider hatte sie bei ihrer Ankunft bereits mehrere gesundheitliche Probleme, darunter eine schwere Hufrehe, die einen Spezialbeschlag erforderte. Trotzdem konnte sie ihren Ruhestand geniessen und ging gerne nach draussen auf die Weide.

Am Abend des 4. Juni 2022 bekam Indi ganz unerwartet eine schwere Kolik, welche trotz sofortiger Intervention des Tierarztes nicht behandelt werden konnte. So mussten wir diese hübsche Stute leider von ihrem Leiden erlösen.

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Ilisa

Als waschechte Französin wurde die braune, imposante Stute am 19. Mai 1996 in der Normandie geboren. Über die ersten Jahre ihres Lebens ist wenig bekannt, doch wurde Ilisa Concilière (wie sie mit vollem Namen hiess) vor allem im Springsport gefördert und eingesetzt. Vierjährig wurde sie in die Schweiz importiert und sollte ihr Potential im Springsport beweisen. Ilisa hatte zwar ein enormes Springvermögen anzubieten, doch fühlte sie sich nicht wohl in den Parcours und gab ihre Veranlagung nicht gerne preis. Die hübsche Stute wurde deswegen verkauft und gelangte von einem Händler zum nächsten. Dieser Umstand war für die sensible Ilisa sehr schwer zu ertragen und sie begann sich zunehmend zu verschliessen. Knapp zehnjährig wurde sie von ihren letzten Besitzern entdeckt. Fortan wurde sie vor allem im Gelände geritten und nur ab zu gesprungen, was ihr sehr gefiel. Vor ihrer Ankunft in Maison Rouge im Januar 2017 lebte sie bereits in einem Laufstall mit sieben anderen Pferden.

Obwohl sie das Leben in der Gruppe gewohnt und eine dominante Stute war, hatte sie anfangs Mühe sich in die grosse Herde zu integrieren. Nach einigen Wochen legte sich die ganze Aufregung aber und Ilisa durfte noch einige Jahre ihre verdiente Rente in unseren Ställen und auf den grosszügigen Weiden geniessen. Am 3. Mai 2022 kam die mittlerweile 26-jährige Stute zum widerholten Mal nicht mehr selbst auf die Beine, weshalb wir sie leider erlösen mussten. Die sehr freundliche und respektvolle Ilisa wird uns fehlen!

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Arizona

Arizona, eine kleine, graue Eselin, wurde am 9. Februar 2002 auf einem Hof in Frankreich geboren. Ihre Geburt war ein Unfall, denn ihr Vater war zugleich ihr Bruder. Im Alter von 6 Monaten wurde die Stute von einer Dame übernommen, und teilte fortan ihren Stall mit einem Pony und einem Pferd. Als das Pony starb, wurde ein weiteres Pferd in die Familie aufgenommen. Alle drei Tiere hatten einen Unterstand mit eigener Wasserquelle und ihre Besitzerin kümmerte sich regelmässig um sie. Als die Frau umzog, brachte sie ihre Tiere in einen neuen Stall, wo Arizona zu viel fraß und schnell dicker wurde. Nach zwei Jahren litt sie an Hufrehe. Im Juni 2021 ging Arizona in Le Roselet in Rente, wo sie in Harmonie mit den anderen Eseln lebte, obwohl sie anfangs kein Interesse an den anderen Artgenossen hatte, da sie nur Pferde kannte. Fremden Menschen gegenüber war Arizona eher zurückhaltend, aber immer freundlich.

Leider litt sie an mehreren Krankheiten, die nicht behandelt werden konnten. Am 1. April konnte sie nicht mehr aufstehen und wurde von unserem Tierarzt erlöst. Arizona litt an einem riesigen Lebertumor, der innere Blutungen und schwere Verstopfungen verursachte, weshalb wir sie nicht retten konnten.

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Batida

Batida di Coco wurde 1992 in Irland geboren. Über ihre ersten Jahre auf der grünen Insel ist uns leider nichts bekannt. Die feingliedrige Stute kam als junges Pferd in die Schweiz, wo sie dank ihrer starken Nerven und ihrem Temperament zum Springpferd ausgebildet wurde. Mit ihrer Besitzerin nahm sie erfolgreich an Turnieren teil und die beiden verbrachten viele schöne Stunden zusammen. Nach der Geburt ihres zweiten Fohlens durfte Batida 2016 ihren Ruhestand in Maison Rouge antreten. Die dominante Stute hat sich mit ihrem Imponiergehabe schnell durchsetzen können und sich problemlos eingelebt.

Am 28. März 2022 traten bei Batida neurologische Probleme auf und sie konnte sich nicht mehr bewegen. Wir mussten die hübsche Stute im Alter von 30 Jahren leider erlösen.

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Duffy

Wann Dufduf, alias Duffy, ein rabenschwarzer Shetland-Mix-Wallach, geboren wurde, wissen wir leider nicht. Zusammen mit fünf anderen Ponys, darunter seiner Mutter, kam Duffy im Jahr 1998 nach Maison Rouge. Seine Be­sitzerin war seit jeher passionierte Reiterin und eine der ersten Personen in der Schweiz, die Kindern mit Einschränkungen das Reiten lehrte. Als die Dame altershalber nicht mehr selber zu ihren sechs Ponys schauen konnte, durfte die Truppe im April 1998 in den verfrühten Ruhestand zu uns in die Freiberge ziehen, obwohl noch keines der Tiere das Rentenalter erreicht hatte.

Duffy waren so 24 wundervolle Jahre in Maison Rouge vergönnt, ohne Arbeit und in fast grenzenloser Freiheit. Im Alter von 32 Jahren mussten wir den kleinen Racker nun schweren Herzens erlösen, nachdem er aufgrund von Leberproblemen nicht mehr fressen wollte. Du wirst uns fehlen, kleiner Duffy!

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Life

Über die Vergangenheit des kräftig gebauten, braunen Wallachs wissen wir leider nur sehr wenig. Seine Besitzerin kaufte ihn im Jahre 2002 als Springpferd. Er musste aber bei ihr nicht mehr springen, sondern durfte in Graubünden Ausritte geniessen. Er war immer im Freien und nie krank. Den Sommer über lebte er mit anderen Pferden in den Tessiner-Bergen und konnte seine Trittsicherheit und Kraft an den steinigen Hängen unter Beweis stellen. Im November 2016 durfte Life nach Maison Rouge umziehen, wo er sich schnell und problemlos in die grosse Herde integrierte. Er war stark wie ein Bulldozer und wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, war es für den Menschen schwer, ihn davon abzuhalten.

Im Alter von 28 Jahren mussten wir den hübschen Wallach nun ziehen leider lassen, nachdem er sehr viel abgenommen hatte. Seine Zähne waren total abgenutzt und er litt unter einer chronischen Lahmheit in der Hinterhand.

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Maserati

Maserati, ein 75 cm „grosses“ Amerikanischen Miniatur Pferd, lebte zusammen mit seiner Mutter Blue, der Stute Marketta sowie zwei Shettland-Ponys bei einer bereits älteren Dame. Bei ihr lernte er kleine Kunststücke, wie sich Hinlegen, sich Hinsetzen oder Steigen auf Kommando. Aus gesundheitlichen Gründen musste sich die Besitzerin leider von den Ponys trennen und so kamen die Minis im April 2021 in unsere Stiftung. Mit seinen erst 14 Jahren noch jung und fit mischte Maserati die Pony-Herde von Maison Rouge zünftig auf.

Nach einer Verletzung, welche sich leider infizierte, hat Maserati Fieber entwickelt und sein Allgemeinzustand wurde immer schlechter. Trotz sofortiger Intervention der Tierärztin hat der Wallach aufgehört zu fressen und als Folge darauf hat sein Körper begonnen die Fettreserven zu verwerten. Leider gelangen dadurch viele Fettzellen in die Blutbahnen und sein Zustand verschlimmerte sich von Minute zu Minute. Schlussendlich hatte Maserati keine Energie mehr und sackte zusammen. Schweren Herzens haben wir ihn notfallmässig von seinem Leiden erlöst.

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Enzo (Henzano)

In seinen jungen Jahren nahm Henzano, wie der brave, braune Wallach mit vollem Namen hiess, erfolgreich an Springwettbewerben in der ganzen Schweiz teil. Nachdem mehreren Besitzerwechseln, kam Enzo zu einer Dame im Kanton Waadt. Seine neue Besitzerin setzte seine Spring und Dressurausbildung fort, die Lieblingsbeschäftigung des Paares blieb jedoch das Ausreiten in der Natur. Enzo kam im August 2021 nach Maison Rouge und gewöhnte sich danke seiner sehr ruhigen und zurückhaltenden Art schnell und einfach in die Herde ein.

Enzo hatte mehrfach Probleme mit den Nasennebenhöhlen und wurde operiert, um ihn von seinen Beschwerden zu befreien. Alles schien gut zu laufen, als sich plötzlich ein grosser Abszess an der Stirn des Wallachs bildete. Enzo wurde fast jeden Tag mit Hilfe einer Tierärztin behandelt. Seine Resistenz gegen entzündungshemmende Medikamente verhinderte eine Genesung. Es bildete sich eine neue Infektion, die diesmal sogar den Knochen erreichte. Der freundliche Wallach hatte Schmerzen und zeigte uns das deutlich. Schweren Herzens erlösten wir ihn am 7. März 2022 von seinem Leiden.

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Grazia

Grazia wurde 1992 in einer Strafanstalt geboren. Die hübsche Stute, aus einer sehr sportlicher Linie, hat vieles in ihrem Leben gemacht. Nach einer Karriere als Springpferd wurde sie Zuchtstute und brachte mehrere Fohlen zur Welt. Danach wurde sie von ihrem letzten Besit­zer, der unter anderem gerne in den Freibergen ritt, als sehr zuverlässiges Freizeitpferd eingesetzt. Im April 2016 durfte Grazia schliesslich ihren verdienten Ruhestand im Jeanbrenin antreten.

Am Morgen des 7. März 2022 konnte sich die brave Stute leider nicht mehr aus eigener Kraft aufrichten. Wir müssten sie schweren Herzens im Alter von 30 Jahren weiterziehen lassen.

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Piltur

Piltur wurde am 14. Juni 1999 in Deutschland geboren und diente als Reitpferd für Kinder auf einem Reiterhof, bevor er 2013 in die Schweiz importiert wurde und fortan einem Reittherapiezentrum diente. Der brave, kräftige Wallach wurde hauptsächlich für grosse und schwere Patienten eingesetzt. Er zeigte sich stets freundlich und verspielt. 

Piltur durfte am 15. Dezember 2021 nach Maison Rouge umziehen. Er war sehr gesellig und hat sich schnell in die Herde integriert. Der Isländer litt bereits bei Ankunft an einer starken Arthrose in der Halswirbelsäule. Da er trotz intensiver Behandlung starke Schmerzen hatte, musste wir ihn leider bereits am 7. Februar 2022 erlösen.

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Loriot

Loriot wurde am 30. März 1995 in Norddeutschland geboren. Der grosse, elegante Hannoveraner Wallach wurde viermal verkauft, bevor er von seiner letzten Besitzerin in der Schweiz entdeckt wurde. Trotz einiger Stallwechsel schien der guterzogene Wallach eine solide und respektvolle Ausbildung genossen zu haben. Gemeinsam mit seiner Besitzerin bestritt er Springturniere, sogar im Damensattel, leichte Jagden und Patrouillenritte. Der Hannoveraner war immer mit Freude bei der Arbeit und schenkte seiner Besitzerin die sieben besten Jahre. Im März 2017 wurde Loriot pensioniert und wir durften ihn in Le Roselet begrüssen. 

Er lebte sich rasch in seinem neuen Zuhause ein, verschaffte sich Respekt in der Herde und eroberte die Herzen der Stuten im Sturm. 2018 begann der liebenswerte Wallach massiv zu lahmen und es wurde eine Hufrehe bei ihm diagnostiziert. Nach langer, intensiver Behandlung haben wir diese gut in den Griff bekommen und Loriot konnte noch vier weitere Jahre ohne Schmerzen und Medikamente seine Pension geniessen. Bis zuletzt blieb er verspielt und genoss seine Beliebtheit bei den Damen. Am 18. Januar 2022 bekam Loriot eine akute, schwere Kolik und wir mussten ihn leider von seinen Schmerzen erlösen. Dieses äusserst liebenswerte und respektvolle Pferd wird uns allen sehr fehlen.

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