Abschied

Die Stiftung für das Pferd ist das letzte Zuhause für unsere Schützlinge. Es ist immer ein sehr trauriger Moment, wenn wir eines unserer Tiere von seinen Altersbeschwerden erlösen müssen. Doch das Wissen, dass sie bei uns erfüllte, glückliche Jahre verbracht haben, ist uns ein grosser Trost.

Giorgia

Giorgia ist im Frühsommer 2019 zu uns nach Le Roselet gekommen. Als wunderschönes, elegantes Tier und von freundlichem und umgänglichen Wesen wusste sie viele Menschen für sich zu gewinnen. Georgia hatte sich in ihren jungen Jahren  nicht zum erwünschten Springcrack entwickelt und wurde dann an ihre spätere Besitzerin weiterverkauft. Die beiden konnten viel miteinander unternehmen, lange Ausritte, aber auch kleinere Spring- und Dressurprüfungen. Es waren schöne und harmonische Jahre. Bevor die Stute 21-jährig zu uns kam, konnte sie aber bereits mehrere Jahre nicht mehr geritten werden. Gesundheitliche Probleme im Bereich des Rückens, ursprünglich wohl durch einen nicht passenden Sattel verursacht,  schränkten sie zunehmend ein. Wir hätten der lieben und ruhigen Stute gerne noch ein paar Jahre bei uns gegönnt.

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Chlorophylle

Unsere liebe kleine Stute Chlorophylle weilt nicht mehr unter uns. Bis zuletzt konnte sie mit ihren Gefährten über die tief verschneiten Juraweiden ziehen, scharrte nach Gräsern, knabberte an Ästen und verschmolz mit ihrem hellen Haarkleid fast mit der Landschaft. 

In den letzten Jahren war ihre Pflege recht aufwendig geworden, ihre Augen benötigten regelmässig Tropfen, geduldig und gelassen liess sie sich von den Pferdepflegern helfen. Zum Glück. Doch auch die Fortbewegung wurde schwieriger, die Ernährung. Ihre Kräfte verliessen sie mehr und mehr. Eines Tages Mitte Januar schliesslich mussten wir sie gehen lassen. 

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Starlight

Es sind fast zehn Jahre her, seit die adrette Quarter-Horse Stute Starlight in Maison Rouge einzog. Wie es die Rasse vermuten lässt, wurde Starlight während ihrer aktiven Zeit westernmässig geritten. Doch im Alter von 15 Jahren traten bei ihr erste Beschwerden mit den Beinen auf. Aufgrund der Lahmheit wurde die Stute dann auch in Pension geschickt. Das unkomplizierte Westernpferd fand sich bei uns rasch zurecht, hatte auch hier aber immer wieder mit einer Lahmheit zu kämpfen. Als die Strahlbeinentzündung trotz Behandlung immer schlimmer wurde, entschlossen wir uns eine Neurektomie durchzuführen. Dank dem Nervenschnitt war Starlight nun endlich von ihren Schmerzen befreit und durfte noch viele schöne Jahre auf unseren Weiden verbringen. Selbst ihren 30. Geburtstag konnten wir diesen Frühling feiern. Nun hat die Hübsche aber stark abgenommen und wirkte zunehmend müder und schwächer, da ihre Zähne in einem sehr schlechten Zustand sind. Die Zeit ist nun leider gekommen, von Starlight Abschied zu nehmen.

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Wympl

Der fuchsfarbene Wallach stammt aus Deutschland, wo er seine erste Lebenshälfte verbrachte. Als Wympls Besitzer in die Schweiz zog, durfte auch der Araber-Mix mitreisen. Wympl wurde sehr vielseitig gefördert und in einer Gruppe gehalten. Vor sieben Jahren wurde unsere Station Maison Rouge zu Wympls neuem Zuhause. Der ausdrucksstarke und umgängliche Fuchs fühlte sich sehr wohl bei uns und zeigte sich auch mit über 30 Jahren in toller Verfassung. Mittlerweile sind seine Zähne jedoch so abgenutzt, dass er nur noch mit Mühe Nahrung zu sich nehmen kann. Ein leider deutliches Zeichen, dass die Zeit gekommen ist uns von Wympl zu verabschieden.

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Flamour

Viel weiss man nicht über Flamours junge Jahre, doch wurde er vielseitig als Dressur- und Springpferd sowie für Ausritte eingesetzt. Mit seiner letzten Besitzerin nahm er an Springprüfungen teil. An einem solchen Concours begann der hübsche Dunkelfuchs dann ganz plötzlich zu lahmen und es stellte sich leider heraus, dass der Wallach an einer Strahlbeinentzündung litt. So kam es, dass Flamour mit nur elf Jahren 2004 bereits in Frühpension musste. Seinen Alltag verbrachte er von da weg auf einer Weide zusammen mit Artgenossen, Abwechslung boten gemütliche Ausritte. Der anfangs eher zurückhaltende Warmblüter bezog im November 2015 sein neues Zuhause in Maison Rouge. Auf unseren grosszügigen Weiden durfte er fünf schöne Jahre verbringen, bis seine Arthrose so stark wurde, dass wir ihn von seinen Schmerzen erlösen mussten. Der verspielte Kamerad wird in der Truppe von Maison Rouge fehlen.

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ES Grace

Im Frühjahr 2019 fand Grace zusammen mit ihrem Vater Class Aktion in Le Roselet eine neue Heimat. Hier zog die aufgeweckte und kugelrunde kleine Dame schnell alle Blicke auf sich. Das Amerikanische Miniaturpferdchen war mit einer Grösse von nur 75 cm eine der kleinsten Bewohnerinnen und mit Jahrgang 2008 gehörte sie auch zu den Jüngsten. Die Herzen der grossen und kleinen Zweibeiner flogen dem energischen und gefrässigen Stüttchen nur so zu.

Ende August zeigte Grace starke Anzeichen einer Kolik. Da die Lage wirklich ernst war, zögerten wir nicht und brachten das Scheck-Pferdchen nach Bern in die Klinik. Dort zeigte sich, dass Grace neben der Kolik auch unter schwerwiegenden Zahnproblemen litt. So blieb uns leider nichts anderes übrig, als uns von der doch noch viel zu jungen Grace zu verabschieden. Es stimmt uns und sicher auch viele unserer Besucherinnen und ihren Vater Class sehr traurig, dass Grace nicht mehr nach Le Roselet zurückkehren wird.

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Eliana

Eliana war mit ihren 29 Jahren eine der ältesten und auch langjährigsten Bewohnerinnen von Le Roselet. Schöne neun Jahre durfte die Freibergerin bei uns verbringen. Umso schwieriger fällt uns Zweibeinern, aber auch ihren beiden engsten vierbeinigen Gefährten Leandro und Damara, der Abschied. Eliana wurde als Dreijährige von ihrer Besitzerin gekauft und durfte mir ihr viele Jahre durch dick und dünn gehen. Als die Frau schwerwiegende Gesundheitsprobleme bekam, suchte sie für ihre Stute und deren Stallgefährten Leandro einen guten Platz. Die beiden durften 2011 nach Le Roselet ziehen, wo sie sich allerdings etwas schwer taten mit der Eingewöhnung. Es brachte Zeit, bis sich die beiden hier heimisch fühlten. Dann aber konnten sie das Leben in der Herde und auf den Juraweiden so richtig geniessen. Vor einigen Tagen zeigte Eliana, die sonst immer kerngesund war, ganz unvermittelt schwere Anzeichen einer Kolik. Der Stute ging es so schlecht, dass der Tierarzt keinen anderen Ausweg mehr sah als Eliana von ihren Schmerzen zu erlösen.

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Cherokee

Der auffällige Schecke war eine wahre Ausnahmeerscheinung. Nicht nur was sein dreifarbiges Fellkleid, sondern auch seinen Charakter und die Herkunft betrifft. Das American Spotted Saddlehorse wurde 1995 in Ohio geboren und als Fohlen nach Europa importiert. Hier wurde er von einer bekannten Gangpferdetrainerin ausgebildet. Mit seiner späteren Besitzerin verbrachte er abwechslungsreiche Jahre, bis er im Frühjahr 2015 als Rentner nach Le Roselet kam. Hier durfte Cherokee die Sommermonate gemeinsam mit unseren Freibergern und gar Kühen auf der grossen Gemeindeweide geniessen. Ende Juli fanden wir Cherokee eines morgens leider stark hinkend auf der Weide vor und die sofort herbeigerufene Tierärztin musste einen Beinbruch diagnostizieren. Damit war leider klar, dass wir den Wallach erlösen mussten. Das auffällige Indianerpferd wird in dieser buntgemischten Gruppe fehlen.

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Evolène und Eliane

Leider mussten wir uns anfangs Juli auch von zwei Stuten aus unserer eigenen kleinen Freibergerzucht verabschieden. Sowohl Evolène (geboren 1999) als auch ihre Tochter Eliane (geboren 2005) kamen in Le Roselet zur Welt und verbrachten ihr gesamtes Leben bei uns als Zuchtstuten (auf den Fotos sind sie mit ihrem Nachwuchs zu sehen). Nicht weniger als 14 Fohlen schenkte Evolène das Leben. Eine ihrer hübschesten Töchter war Eliane, die kleine Prinzessin wurde am Marché Concours 2005 gar als schönstes Fohlen prämiert. Nun hatten die Stuten aber beide mit starker Arthrose zu kämpfen. Das Gehen und auch das Aufstehen nach einem Nickerchen bereitet ihnen so grosse Schmerzen, dass wir uns dazu entschliessen mussten die beiden zu erlösen.

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Ronja

Die etwa 110 cm grosse Shetlandpony-Stute wurde 1994 geboren. Bevor sie 2013 nach Maison Rouge ziehen durfte, war die Ponydame in einer Reitschule tätig. Dort diente sie nicht nur zahlreichen Kindern als Lehrmeisterin, sondern brachte auch drei Fohlen zur Welt. Im Umgang mit Zweibeinern zeigte sich Ronja immer sehr anhänglich, im Kontakt mit ihren Artgenossinnen und Artgenossen reagierte sie aber oft ziemlich aggressiv. In der Ponygruppe von Maison Rouge machte sie aber grosse Fortschritte und nach einer Eingewöhnungszeit verhielt sie sich immer anständiger gegenüber den anderen Ponys. In letzter Zeit mehrten sich die Hufreheschübe bei Ronja. Kaum hatte sie etwas Gras zwischen den Zähnen, setzte die schmerzhafte Entzündung wieder ein. Nach einem wiederholten sehr heftigen Schub, mussten wir Ronja Anfang Juli 2020 von ihren Schmerzen erlösen. Die hübsche Braune wird uns und auch zahlreichen kleinen Besucherinnen und Besuchern noch lange in bester Erinnerung bleiben.

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Gamin

Der elegante, 1994 geborene, Kohlfuchs bewies sich einige Jahre im Turniersport. Vielseitig wie er war, zeigte er sowohl in der Dressur wie auch im Springen sein Können. Gamins Sportlerkarriere fand jedoch durch eine Sehnenverletzung ein jähes Ende. Seine Besitzerin vertraute den Anglo-Araber einer Dame an, die sich über zehn Jahre lang liebevoll um den freundlichen Wallach kümmerte. Dies hätte sie auch gerne noch viele weitere Jahre getan, wäre sie nicht plötzlich schwer erkrankt. Für Gamin wurde nun dringend nach einem neuen, langfristigen Zuhause gesucht. Im August 2017 war es so weit und Gamin konnte nach Le Roselet ziehen. Hier fand der feinfühlige Wallach sofort zwei- und vierbeinige Freunde. Eine heftige Kolik verhinderte, dass Gamin noch einen Sommer auf unseren Weiden geniessen durfte.

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Bjarki

Der knuddelige Isländer trat erst im November 2019 seine Rente auf dem Jeanbrenin an. Seinen Ruhestand auf den weiten Weiden des Zauberberges hatte sich Bjarki redlich verdient, denn er leistete als Therapiepferd wertvolle Dienste. Für die Besucher des Hippotherapiezentrums gab der Schecke immer sein Bestes und machte nie einen falschen Schritt. Bereits kurz nach seiner Ankunft im Winter zeigte sich eine gewisse Schweratmigkeit beim Isländer. Als diese immer auffälliger wurde, konsultierten wir unsere Tierärztin, die leider einen Tumor ausfindig machte, welcher auf die Luftröhre drückte. Da Bjarki mit diesen Atemproblemen keine Lebensqualität mehr hatte, mussten wir ihn leider nach nur wenigen Monaten bei uns erlösen. Auf diese Weise möchten auch wir uns für Bjarkis grosses Engagement mit beeinträchtigten Menschen bedanken.

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