Florian

Die jetzigen Besitzer übernahmen Florian von ihrer Nachbarin, die wegzog. Die Kinder durften auf ihm reiten, er wurde von vielen Quartierbewohnern besucht und er lernte auch, einen kleinen Wagen zu ziehen. Er war der Liebling des ganzen Dorfes, denn der Besitzer ging viel mit ihm spazieren und begegnete auf seinen Ausflügen Schulkindern, Hundebesitzern und Bauernleuten. Immer verhielt sich Florian tadellos und sehr freundlich – auch der Samichlaus durfte auf ihn zählen!

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14. April 2021

Florian hat sich damit abgefunden, dass er wieder mit Kollegen und Kolleginnen das grosse Abteil teilt. Und zu seinem Nachteil ist es sicher nicht: 174 Kilogramm zeigt die Waage an, ziemlich viel, eigentlich zuviel! Also ihm macht niemand sein Futter streitig.

16. März 2021

Wenn diese komische, weisse Tube in der Hand der Tierpfleger auftaucht, weiss Florian sofort, worum es geht: Entwurmung! Alle Esel werden vorsichtshalber im Frühjahr entwurmt und trotz nachfolgendem Leckerli als Trost, jedes Langohr sträubt sich dagegen. Es hilft nichts, die Tierpfleger setzen sich durch. 

12. März 2021

Das war ein kurzes Gastspiel in der Einzelbox für Florian: Die Tränke dort hat ein neues Ventil, das die Eselnase drücken muss, sonst gibt es keinen Nachschub. Das passt Florian nicht... er weigert sich, zu trinken. Nun denn, zurück in das grosse Abteil, kriegt Charly, sein schlimmster Feind halt das «chambre separée».

Ende Februar 2021

Seit kurzem bewohnt Florian wieder eine Einzelbox. Sein Benehmen gegenüber seinen Kollegen – vor allem bei der Fütterung –  im Gemeinschaftsabteil liess den Verantwortlichen keine andere Wahl. Ihm soll es recht sein, das ganze Futter für ihn...

Anfangs Februar 2021

Die grosse Kälte hat Florian gut überstanden! Er ging allerdings ohne grosse Begeisterung nach draussen, ausser bei schönem Wetter. Dann marschierte er stracks in seine Lieblingsecke auf dem Trockenplatz und liess sich dort die Sonne auf den Rücken scheinen. Klar, dass er sich von diesem Sonnenplätzchen von niemandem vertreiben lässt.

28. Oktober 2020

Florians Gewicht ist, wie das der andern Esel, zu hoch: 176 kg, soviel wog er noch nie. Parole an alle Pfleger und Pflegerinnen: mit Mass und weniger füttern, auch wenn es uns Menschen dünkt, das Häufchen Heu, das sie kriegen, sei arg wenig, es reicht für Esel.

Anfangs Oktober 2020

Der Neue ist ein grosser, sanfter Riese namens Peppino. Und der gefällt Florian gar nicht! Erstens musste er ihm seine eigene Box abtreten und wohnt jetzt mit anderen Eseln zusammen. Puh! Übrigens: Peppino ist sehr nett und sehr sensibel, vor lauter Schreck ob dem Getue dieses kleineren Giftzwerges, ist er schon mehrmals über den Zaun gesprungen… Hoffen wir, Florian gewöhne sich bald mal an diesen Kollegen!

24. September 2020

Nächste Woche wird ein neuer Esel zur Gruppe der Langohren in Maison Rouge stossen, der als ziemlich dominant beschrieben wird. Mit Spannung erwarten wir Florians Reaktion.

12. August 2020

Heute stand bei den Eseln Bade- respektive Duschspass auf dem Programm. Die Grauohren weigerten sich jedoch in die Pferdedusche rein zu gehen. So wurden sie halt draussen an einem Baum angebunden. Dort genossen Florian und die meisten seiner Gespanen die angenehme Erfrischung und die schöne Shampoomassage dann doch.

22. Juli 2020

Florian hat Gefallen gefunden an den feinen Zweigen. Wenn sie ihm nicht geliefert werden, muss er sich halt selbst bedienen. Und so konnten wir letzthin beobachten, wie sich der gute Florian auf die Hinterbeine gestellt hat, um selber einen Ast abrupfen zu können. Nach einigen erfolglosen Versuchen hatte er es tatsächlich geschafft, einen feinen Ast zu erhaschen. Doch das Glück blieb nicht lange auf seiner Seite. Frech stibitzten Bambi und Pluto dem verdutzten Florian den Ast und verputzten ihn vor seiner Nase. So eine Frechheit!

17. Juni 2020

Die Besitzer von Sony, einem Eselkollegen von Florian, haben letzthin feine Zweige für die Langohren mitgebracht. Das Grünzeug ist bei der Eseltruppe so beliebt, dass nicht das kleinste Ästchen übrigbleibt. Rübis-stübis wird alles weggeputzt.

18. Mai 2020

Jetzt, da auch die Eselinnen den Frühling spüren, ist Florian in Hochform. Er rennt unablässig hinter seinen Damen her. Nur die zwei Stunden pro Tag, die die Esel auf der Weide verbringen dürfen, bieten eine kleine Verschnaufpause. Denn hier steht unbestritten das Gras an erster Stelle.

8. April 2020

Mit dem Frühling erwachen die Hormone wieder - auch im fortgeschrittenen Alter. Und so geht es auf der Eselweide momentan so richtig rund. Während sich Florian und Pablo um die Vormachtstellung bei ihren Frauen streiten, wird es Bambi und Iouchacas zu bunt und sie schlüpfen kurzerhand durch die Zaunlitzen hindurch, um eine kleine Erkundungstour zu unternhemen.

4. März 2020

Esel sind ja eher statische Tiere, selten kommt etwas Bewegung in die Truppe. Bei Florian reicht es jedoch, wenn sich ein Besucher vor den Zaun des Eselauslaufs stellt. Sofort setzt sich der dunkle Esel dann in Bewegung, um in Erfahrung zu bringen, ob dieser Mensch eventuell etwas essbares mitgebracht hat. Unser Schleckmaul ist also ganz der Alte. Nur an seinen Ohren ist eine Veränderung bemerkbar – dort hat er schon merklich weniger Fell. Ein deutliches Zeichen, dass der Frühling naht und das Winterfell bald abgelegt werden kann.

30. Januar 2020

Florian hat sich sehr über die Tannenbäume gefreut, die es nach Weihnachten für die Esel zu knabbern gab. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass er etwas an Gewicht zugelegt hat. Der dunkle Esel hat sich nicht gross verändert: Charly mag er noch immer nicht riechen und wenn es regnet und der Stall offensteht, stellt sich Florian frech in den Eingang und lässt niemanden vorbei. Seine Kolleginnen und Kollegen müssen wohl oder übel im Regen ausharren.

15. Oktober 2019

Vor ein paar Tagen wurde den Eseln ein leckeres Mash serviert. Ein magenschonendes Zusatzfutter in Breiform, dass gerade in der Übergangszeit mit dem kräftezehrenden Fellwechsel unterstützend wirkt. Florian ist ein wirklich sehr grosser Mash-Fan! Er stürzt sich jeweils regelrecht auf seine Ration und verteidigt diese auch mit allen Mitteln vor seinen Kolleginen und Kollegen – nicht vorstellbar, ein wertvolles Futterkörnchen würde an jemanden anderes „verschwendet“.

11. September 2019

Heute erhielt Florian Besuch vom Hufschmied. Die Prozedur, die er dabei jeweils über sich ergehen lassen muss, findet er nicht so lustig. Mit dieser Meinung steht er nicht alleine da – auch seine übrigen Eselkollegen sind jeweils froh, wenn der Hufschmied nach getaner Arbeit Maison Rouge wieder verlässt.

8. August 2019

Ende Juli ist Florian mit seinen Eselkollegen auf den Trockenplatz der Pferde umgezogen. Grund dafür war die alljährliche Stallwäsche. Doch nicht nur der Stall wurde gründlich gereinigt, auch seine Bewohner mussten unter die Dusche – eine Prozedur die Florian aber gar nicht gerne mag. Mittlerweile ist die verhasste Dusche aber schon in Vergessenheit geraten und alle Esel sind wieder in ihrer angestammten Umgebung.

10. Juni 2019

Nach einigen Tagen mit angenehmem Sonnenschein, zogen bereits wieder dunkle Regenwolken über Maison Rouge auf. Grund genug für Florian sich in den schützenden, warmen Stall zurückzuziehen – und keinen anderen Eselkollegen hineinzulassen. Einmal mehr versucht Florian seinen langohrigen Kolleginnen und Kollegen klar machen zu wollen: Ich bin hier der Chef und ich sage, wo es langgeht.